Zwei Wochen Urlaub der besonderen Art

Bei Eltern kommt es ja mal ab und zu vor, dass diese gezwungener Maßen Urlaub haben bzw. nehmen müssen. Und dann meistens wenn Kindergarten, KiTa und/oder Schule Ferien haben. Wir, bzw. unsere Kinder hatten vom Kindergarten aus nun drei Wochen Ferien. Das kann Eltern schon mal vor ein logistisches Problem stellen. Aber dank Opa und Omas in der Nähe kann man das zum Glück auch bewerkstelligen.

Wir hatten diese Sommerferien nun zwei Wochen Urlaub bzw Zeit nur für unsere Kinder. Die erste Woche verbrachten wir an der Nordsee (ein separater Blogeintrag wird dazu noch folgen), die zweite Woche hatten wir Zeit zu Hause und im eignen Garten.
Dabei habe ich dieses Jahr zum ersten Mal erlebt, wie man richtig Urlaub macht; bzw. wie es richtig erholsam wird. Urlaube habe ich ja schon unzählige Male gemacht, aber dieses Jahr war es das beste Mal. Und dabei war es noch nicht mal eine Flugreise.

Ein luxuriöses Ferienhaus, eine All-Inclusive-Ferienanlage, ein Deluxe-Suite Hotelzimmer, ganztägige Kinderbetreuung oder ähnliches hätten diesen Urlaub nicht so erholsam machen können wie eine Sache: Verzicht auf Nachrichten.

FreilenzerUnsere erste Ferienwoche verbrachten wir, wie schon erwähnt, an der Nordsee, genauer gesagt in Dornumersiel. Am Ziel angekommen, fällt dem Smartphone-Nutzer auf, dass es dort keine Internetverbindung gibt. In meinem Fall, ich nutze das E-Netz, gab es nur EDGE mit gefühltem 265 B/s. Aber selbst die Vodafone-Kunden hatten kein besseres Netz. Zuerst ist man als häufiger Nutzer des Internets natürlich frustriert ob des fehlenden Internetzugangs. Das Kurhaus bzw. Touristinfo bietet (zum Glück) kostenfreies WLAN an. Und am Strand hatte man etwas Empfang, vermutlich von einem Sendemast von Baltrum oder Langeoog. Somit fiel also das regelmäßige checken der Twitter-Timeline, das Stöbern durch Instagram-Bilder und sonstige Besuche von Nachrichten-Seiten aus. Auch Nachrichten im Radio bekam ich nicht zu hören.

Ich glaube es war der dritte Tag; ich stand beim Bäcker zum Brötchen holen in der Schlage und mein Blick streifte die Bildzeitung. Dort prangerte in riesigen Lettern, das Wort „Anschlag“. Eine Sekunde überlegte ich., kurz mal die Boulevard-Presse zu inspizieren um über die aktuellen Geschehnisse informiert zu sein. Doch dann dachte ich mir: Nein! Einfach mal die Freiheit nutzen und keine Nachrichten konsumieren. Kurz vor unserem Urlaub passierten der/die Anschläge in München, über die ich mich noch intensivst über die verschiedenen Kanäle informierte und mich mit Informationen mehr oder weniger zuschütten ließ. Jetzt im Urlaub dachte ich mir jedoch: „Nein, einfach mal die Ruhe und Abgeschiedenheit von  den ganzen, meist schlechten, Nachrichten genießen! Es passiert so viel Schei%&$§ in der Welt, davon bekomme nach den zwei Wochen bestimmt noch genug mit!“ Da hatte ich mich entschieden, aktiv auf alle Nachrichten zu verzichten. Keine Nachrichten-Seiten aufrufen, zum Glück funktionierte auch meine Tagesschau-Push-App nicht, kein Twitter lesen, keine Nachrichten hören und sehen, keine Zeitungen anschauen. Einfach nur Zeit für die Kinder, Familie und sich selbst! Die Welt dreht sich trotzdem weiter.

Mädels

Diese erste Urlaubswoche war so entspannend, das hatte ich noch nie erlebt. Daher entschied ich mich auch zu Hause in der zweiten Woche aktiv auf Nachrichten zu verzichten. Dies fiel etwas schwerer, da man in gewohnter Umgebung schnell mal Radio anmacht, oder Abends Nachrichten gucken will. Aber wie gesagt, ich habe mich aktiv dagegen gewehrt. Und ich kann euch sagen, das war das Beste was ich machen konnte. Ich hatte in keinster Weise das Gefühl etwas verpasst zu haben, ich habe einfach meine bzw. unsere gemeinsame Urlaubszeit in der Familie genossen. Und so werde ich es ab jetzt immer machen, wenn es heißt. URLAUB.

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2 Gedanken zu “Zwei Wochen Urlaub der besonderen Art

  1. Ja, so eine Entdeckung ist großartig. Mich fasziniert jedes Mal aufs neue, wie ungestraft man sich eigentlich von der Welt abkoppeln kann. Selbst mit mobilem Internet ging das dieses Jahr in Skandinavien – ok, ich hatte schlicht auch keine Zeit! Ich war zu sehr mit dem Reisen beschäftigt 🙂

    Schönes Blog, danke dafür!

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