Freizeitpark Sommerrodelbahn Ibbenbüren

Am Wochenende verschlug es uns zu einem Besuch im Freizeitpark Sommerrodelbahn in Ibbenbüren. Mein Bruder brachte uns auf die Idee, ich wusste gar nicht, dass wir hier in der Region einen solch interessanten Freizeitpark haben.

Zu erst informierte ich mich auf der Webseite des Parks und erfuhr, dass der Familienbetrieb schon seit 90 Jahren existiert! Auf der Seite wird geworben mit „liebevoll in den Teutoburger Wald eingebettet, lockt der Park jährlich tausende Familien von nah und fern“. Die weiteren Bilder und Beschreibungen klangen wirklich interessant und ich war schon auf den Besuch gespannt.

Also ging es am Samstag morgens nach dem Frühstück los und nach gut einer Stunde Fahrtzeit erreichten wir unser Ziel. Die Wettervorhersage gab an, dass es trocken und warm sein sollte. Vor Ort angekommen, konnten wir das Auto kostenfrei auf dem Parkplatz abstellen und warfen einen Blick auf den Übersichtsplan.

ÜbersichtsplanNach kurzer Orientierung machten wir uns auf in den Park. Interessant und schon fast ungewöhnlich ist, dass man keinen Eintritt zahlen muss. Man zahlt hier also nur die jeweils genutzte Attraktion, und das sogar zu sehr günstigen Preisen. So kostet die Hauptattraktion, eine Abfahrt mit dem Schlitten auf der Sommerrodelbahn nur 50 Cent pro Person.
Als erstes machten wir Stop auf einem kleinen Spielplatz, mit einem Holz-Kletterdrachen, einer kleinen Rutsche und zwei Wipptieren. Hier lag auch das Toiletten-Haus sowie der Wickelraum, die Ausstattung war erst vor einigen Jahren renoviert und sah sehr sauber und gepflegt aus.
Kleiner Spielplatz

Haus

Von hier aus machten wir uns weiter auf den Weg, vorbei am kleinen Denkmal des Erfinder und Erbauer des Freizeitparks, Hermann Derhake.

Denkmal

Dann erreichten wir den „Oldtimer Express“. Eine gut dreiminütige Fahrt auf dem elektrisch betriebenen Zug, seit 1966 im Betrieb, kostet 1,50 Euro pro Person. Die Fahrt umrundet eine kleine Ritterburg, führt dann durch einen kurzen Tunnel, in dem man auf Bildern Zwergen bei der Arbeit im Park zusehen kann, und zu Letzt wird noch eine Brücke überquert, von der man einen kleinen Überblick über den Park und die Rodelbahn hat, bevor man wieder den Bahnhof zurück gelangt.

Danach ging es weiter zu der eigentlichen Hauptattraktion, der Rodelbahn. Hier steht seit 90 Jahren die älteste Sommerrodelbahn Deutschlands und auf alten Holzschlitten kann man noch stilecht einen Berg etwa 100 Meter weit runter fahren. Es gibt dabei keine Kurven, sondern man gleitet bzw. rutscht auf Führungsschienen über drei Mal Gefälle ins Tal. Auf einen Schlitten passen locker zwei Personen, man bekommt auch schon ganz schön Fahrt drauf und auch das Kribbeln im Bauch kommt nicht zu kurz. Eine Abfahrt kostet pro Person 50 Cent. Nach der Gaudi gibt es nur den „Nachteil“, dass man die soeben heruntergefahrene Höhendifferenz nun wieder per pedes erklimmen muss, aber die Gaudi ist es auf jeden Fall wert!

Anschließend ging es weiter und wir erreichten den ersten von zwei großen Spielplätzen. Hier gibt es alte aber renovierte und gut erhaltene Spielgeräte, die ich teilweise noch aus meiner Kindheit kenne. Es erwartet die Kleinen Wippen, Rutsche, Karussells, Klettergerüst, Laufrad  und eine Seilbahn. Sitzgelegenheiten und auch Schatten waren vorhanden.

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Wie es sich für einen Reisepapa und seine Reisekinder gehört, darf natürlich die Reise um die Welt nicht fehlen. Hier fährt man in Waggons, eine fünfköpfige Familie findet in einem Waggon genügend Platz, durch die Welt. In den einzelnen Räumen bzw. Abteilungen werden, von Geräuschen und Effekten begleitet, die Szenerien dargestellt: Pyramidenbau in Ägypten, der Dschungel in Afrika, Indianerstamm in Amerika, das Neujahrsfest in China, das Leben am Nordpol und zum Schluss landet man noch auf dem Mond. Die Darstellungen der einzelnen Szenen fand ich sehr gelungen und detailreich. Dabei sahen auch die Puppen und Figuren wesentlich besser aus, als in anderen Freizeitparks. Eine Fahrt dauert gut fünf Minuten und kostet 2,00 Euro pro Person.

So eine Reise rund um Welt macht hungrig. Und natürlich ist auch dafür vor Ort gesorgt. Am Fuße der Rodelbahn, am Ein-/Ausgang des Parks, gibt es einen Imbiss mit den klassischen Spezialitäten, wie Pommes, Wurst, Schnitzel und Salate. Neben Getränken gibt es auch noch eine Auswahl an Desserts, wie Eis, Kuchen, Muffins und weitere Süßigkeiten. Die Preise lagen hier im günstigen bis normalen Rahmen. Wer jedoch um Pommes & Co. herumkommen möchte und will, der kann sich selbst sein Essen mitbringen und im Park an verschiedenen Picknick-Möglichkeiten rasten. Sogar auf der Webseite wirbt der Park damit: „Als eine der wenigen Freizeitanlagen in Deutschland gestatten wir Ihnen,Mitgebrachtes bei uns zu verzehren.“

Nach dem Mittagessen, waren unsere beiden Mäuse jedoch schon so erledigt, dass wir dann auch schon die Rückreise antraten. So waren wir gut zweieinhalb Stunden im Park.. Auf der Webseite wird „empfohlen“ ca. drei Stunden Zeit einzuplanen, aber das schafft man locker; haben wir doch noch gar nicht alles gesehen. Denn neben einer kleinen Autoscooterbahn, für die unsere Damen noch etwas zu klein sind, gibt es noch den großen Märchenwald. Hier muss man jedoch Eintritt zahlen, 4,50 Euro pro Person, und soll dann durch eine 1958 liebevolle angelegte Anlage gehen, mit prächtigsten Schlössern, geheimnisvolle Grotten, urige Häuschen, Könige, Hexen, Prinzessinnen, Prinzen, sprechende Tiere und gute wie böse Wesen. „Insgesamt elf Grimmsche Märchen sowie zahlreiche Grotten und ein bunter Abenteuerspielplatz erwarten Sie in einem der schönsten und ältesten Märchenwälder Deutschlands.“ so wirbt der Park auf seiner Seite. Das werden wir ein anderes Mal ausprobieren, denn wir kommen definitiv wieder!

Falls euch noch die Kosten im Totalen interessieren, wir haben folgendes ausgegeben, dabei zahlen Kinder erst ab drei Jahren:
2x 3 Personen Bahnfahren: 9,00 Euro
3x 2 Personen Rodeln 3,00 Euro
1x 3 Personen Weltreise 6,00 Euro
Summe: 18,00 Euro für eine Menge Spaß für vier Personen.
Wenn man bedenkt, dass das schon teilweise der Kinder-Eintrittspreis in einige Freizeitparks ist, und die Kinder nur bestimmte Fahrgeräte nutzen können, ist das wirklich sehr günstig!

Mein Fazit:
Unbedingt empfehlenswert und besuchenswert für Familien!
Meine beiden Mädels (zwei und viereinhalb Jahre) waren schwer begeistert und auch Mama und Papa. Alleine die schattige Lage mitten im Teutoburger Wald ist alleine schon an den warmen Sommertagen lohnenswert. Und vergesst alles, was Ihr aus dem Heidepark, Phantasialand, Movie World etc kennt. Dieser Park ist für Familien wirklich interessant und kurzweilig gemacht. Nur wenn Ihr mit dem Kinderwagen oder Buggy kommt, müsst Ihr aufgrund der Hanglage noch ein paar vereinzelte Stufen bewältigen. Trotzdem, wir kommen auf jeden Fall wieder, schließlich müssen wir ja auch noch den Märchenwald Kennenlernen.

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