Pilsumer Leuchtturm

Seit unserem Urlaub im letzten Jahr auf Fehmarn und dem Besuch des Flügger Leuchtturms ist unsere große Maus hin und weg von Leuchttürmen. So oft hat sie mir mit strahlenden Augen auf meine Frage „Und, was hast du heute Nacht geträumt?“ geantwortet mit „Leuchtturm!“. Daher war für mich klar, wir müssen mal wieder zu einem Leuchtturm! Doch die begehrten Türme findet man nun mal meistens nur an der See. Der am nächsten gelegene Leuchtturm von uns aus befindet sich an der Nordsee, nahe Greetsiel. Es gibt noch eine Menge anderer Leuchttürme, aber ich war auf der Suche nach dem klassischen Kinderbild eines Leuchtturms, gerne in rot-weiß gestreifter Optik. Aufgrund der Distanz entschieden wir uns also für das rot-gelb-gestreifte Objekt in Niedersachsen.

Am letzten Wochenende sollte das Wetter für einen Ausflug gut genug sein. Meiner Meinung nach gehört zu einem Nordsee-Besuch ein leicht bewölkter Himmel, am besten mit Schäfchenwolken. Also, das Wetter sollte leicht wolkig aber trocken sein, somit machten wir uns auf Richtung Norden. Nachdem wir am Stand von Norddeich Muscheln gesucht, gebudelt und Sandburgen gebaut hatten, einige Spielplätze ausgetestet hatten, machten wir uns auf den Weg zu der Hauptattraktion unserer Reise, der Pilsumer Leuchtturm. Einigen wird er sicherlich auch noch bekannt sein, wenn ihr in den 80- und 90ern „Otto – Der Außerfriesische“ geschaut habt.

Leuchtturm_Anfahrt

Auf der Kreisstraße 233 zwischen Greetsiel und Pilsum ist der Leuchtturm ausgeschildert. Mit dem Auto kann man nicht direkt bis zum Leuchtturm fahren, sondern parkt auf einem nahe gelegenen ausgewiesenen Parkplatz. Man wird dazu angehalten aus dem Automaten ein Parkticket zu ziehen, der Mindestbetrag für zwei Stunden ist 1,50 Euro. Hier auf dem Platz gab es noch zwei Fischbuden bzw. Wagen an denen man einen Imbiss bekommen konnte, neben Fischbrötchen gab es auch Bratwurst und natürlich Getränke.

Leuchtturm_Zugang

Vom Parkplatz aus gelangt man über einen Weg (500 Meter), entweder unterhalb oder auf dem Deich entlang, zum Leuchtturm. Der asphaltierte Weg unterhalb des Deiches eignet sich wunderbar zum Radfahren oder auch Laufrad fahren und Kinderwagen schieben. Ein Tor verhindert, das Rasenmäher die evtl. grasenden Schafe ausbüxen.

Leuchttrum_Deich

Hat man den Weg unterhalb des Deiches gewählt muss man ein paar Treppenstufen erklimmen um direkt zum Leuchtturm zu gelangen, wanderte man auf der Deichkrone, steigt man einige Stufen hinab. Dabei gibt es auch eine befahrbar Schräge um z.B. Kinderwagen oder Fahrräder hinauf und -ab zu schieben; der Weg nach unten ist jedoch recht steil und man sollte lieber den Kinderwagen unten lassen oder das Kind selber tragen. Man kann einmal um den Turm gehen (Durchmesser 4,40 Meter) und an einigen Tagen ist der Turm zu kostenfreien Führungen auch geöffnet (Infos hier.) Ansonsten gibt es am Turm noch ein Gitter, an dem man ein Liebesschloss anbringen kann; seit 2014 sind hier im Leuchtturm auch Trauungen möglich. Und natürlich hat man von dort oben einen herrlichen Ausblick auf das Wattenmeer und das ostfriesische Festland.

Mein Fazit:
Der Leuchtturm ist auf jeden Fall einen Besuch wert, egal ob groß oder klein. Für Familien bietet sich hier ein Stopp für gut 15 Minuten an. Auch an etwas bedeckten Tagen bietet der Turm als Foto-Motiv eine farbenfrohe Bereicherung. Und erwischt man einen der offenen Tage, ist sicherlich die kostenfreie Innen-Besichtigung interessant. Wenn ihr sowieso in der Region seid, wie z.B. Norden-Norddeich oder Emden fahrt doch einfach mal vorbei und stattet auch dem kleinen Dörfchen Greetsiel einen Besuch ab.

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