ADAC Postbus Busreisen – eine gesponserte Testfahrt

Seit einiger Zeit gibt es nun schon die neuen Anbieter der Fernbus-Linien auf dem deutschen Markt. Selbstverständlich wollte ich auch einmal die Alternative zur Deutschen Bahn ausprobieren. Alleine von Berufswegen interessiert mich das Busreisen-Angebot schon. Da wir hier in Bielefeld mit einer Haltestelle für Fernbus-Linien rar gesät sind, fiel mir das Angebot vom ADAC Postbus sofort auf. Das Produkt wollte ich testen und zwar bot sich die Kurzstrecke nach Hannover an. Da kam mir eine gesponserte Testfahrt mit dem ADAC Postbus genau richtig. Hier nachstehend erfährst du einiges über das Produkt Fernbus ADAC Postbus.

Der ADAC Postbus ist, wie der Name schon sagt, eine Kooperation zwischen dem ADAC und der Deutsche Post. Dabei greift der ADAC Postbus auf besonders serviceorientierte und sicherheitsbewusste Partnerunternehmen zurück. Seit dem Frühjahr 2014 verbindet der ADAC Postbus etwa 30 der größten Städte Deutschlands mit rund 60 Bussen. Eingesetzt werden dabei Busse vom Typ Scania OmniExpress und Van Hool Altano.

Buchung:

ADAC Postbus TicketIn der heutigen Zeit ist es keine Frage, dass eine Reise im Internet buchbar sein muss. Die ist auch beim ADAC Postbus gegeben. Aufgrund meiner Testfahrt sollte ich jedoch telefonisch über die Hotline buchen. Diese ist über eine normale Ortsvorwahl und Rufnummer (0228/97272797) zu minimalen Kosten erreichbar. Die Nummer ist montags bis sonntags von 06.00 Uhr bis 22.00 Uhr erreichbar. Ich war sehr überrascht, als ich selbst am Ostersonntag eine nette Dame erreichte. Zwar hing ich erst mal fünf Minuten in der Warteschleife, aber dann wurde meine Buchung entgegen genommen. Nur mit der Einlösung des Gutscheins gab es leider Probleme, so dass wir die telefonische Buchung abbrachen. Nach einer kurzen Problemschilderung via Twitter mit Hallimash, bekam ich die Freigabe, online zu buchen.
Die Buchung per Internet ist kinderleicht. Man wählt die gewünschte Strecke und das Datum aus. Einen Fahrplan findest du auch entsprechend auf der Seite. Ich bekam für die Strecken zwischen Bielefeld und Hannover je Strecke zwei Abfahrtszeiten mitgeteilt, wovon ich mich für die Verbindungen mit zwei Stunden Aufenthalt in Hannover entschied. Bei dem Grundpreis sind ein Handgepäck- sowie ein Reisegepäckstück inklusive. Wer möchte, kann auch noch Speergepäck sowie ein Fahrrad anmelden. Lediglich Rollstuhlplätze sind (auf der Strecke) nicht zu buchen. Hat man den Namen eingegeben und alle weiteren Details, gelangt man zur Bezahlung. Diese ist per Lastschrift, Giropay-Zahlung und Kreditkarte möglich. Die Schritte im Buchungsprozess sind dabei leicht verständlich und übersichtlich. Nach der Zahlung erhält man dann auch umgehend die Bestätigung per E-Mail. Man erhält das oder die Tickets für die gebuchten Fahrten und die Rechnung. Auf den Tickets steht dann auch die vergebene Sitzplatznummer, auf die man leider (noch) keinen Einfluss hat.

 

Warten / Einstieg:

ADACPostbus Haltestelle BI-BrackwedeIch fand mich pünktlich eine gute halbe Stunde vor der Abfahrt an der Haltestelle ein. Dabei fiel mir auf, dass es dort leider kein Wartehäuschen gibt, man steht also bei Regen im Nassen. Das ist sicherlich ein Punkt, den die jeweilige Stadt vor Ort angehen muss, und zwar auch Hannover hatte das Problem. Etwas weiter gab es jedoch im Bahnhof von Brackwede einen kleinen Warteraum, der jedoch nur in der Woche und nicht an Feiertagen offen ist. Die Haltestelle war gekennzeichnet mit einem Hinweis auf den ADAC Postbus, ein Fahrplan hing aus der Linie 10 NRWHannoverBerlin. Auf dem Fahrplan war leider kein Hinweis vermerkt, wie man z.B. aktuelle Verspätungen einsehen kann. Dies ist leider auch nicht direkt auf der Webseite vom ADAC Postbus möglich, da darf das Unternehmen gerne noch nachbessern. Bei einem blauen Mitbewerber ist das auch per QR-Code möglich.
Um 12.10 Uhr fuhr der Bus vor. Es erwartete mich ein Fahrzeug der Marke Scania Omniexpress mit 53 Sitzplätzen. Nach erreichen der Haltestelle stiegen zuerst die Gäste aus und der Fahrer gab das Gepäck aus. Die zusteigenden Gäste warteten mit genügendem Abstand um den Busfahrer, damit dieser in Ruhe das zu verstauende Gepäck unterbringen und die jeweiligen Tickets samt Personalausweis bzw. Reisepass kontrollieren konnte. Gibt man einen Koffer als Reisegepäck auf, erhält man einen Kontrollabschnitt mit einer Nummer, für die Rückgabe am Zielort. Selbst Kindersitzkissen als Erhöhung wurden bereit gehalten. Nachdem alle ihren Sitzplatz eingenommen hatten stellte sich der Busfahrer vor und gab einige wichtige Informationen zum Thema Gepäck und Toilette. Der auf den Tickets abgedruckte QR-Code wurde interessanter Weise nicht gescannt; vielleicht soll das in Zukunft noch passieren.

ADACPostbus Bus

Der Bus machte einen sehr sauberen Eindruck auf mich. Ich nahm meinen Sitzplatz am Gang ein, meine Nachbarin saß schon im Bus. Nachdem der Bus los fuhr wechselte ich auf eine noch komplett freie Sitzbank und konnte in Ruhe den Bus beobachten.
Zuerst machte ich Gebrauch von der Steckdose, die sich an jeder Sitzbank in der Mitte befindet, um mein Smartphone wieder zur nötigen Power zu verhelfen. Ich meldete mich mit Smartphone und Tablet im Buseigenen WLAN-Netzwerk an, dabei reichte es aus, das entsprechende Netzwerk auszuwählen. Eine Passwort-Eingabe wie in der Bordbroschüre beschrieben, war dabei seltsamer Weise nicht nötig. Über das Bordeigene Mediencenter, das kostenfrei über eine entsprechende App auf dem Smartphone, Laptop und Tablet genutzt werden kann, werde ich noch separat berichten.

Sitzplatz:

Bei Buchung über das Internet wird einem der Sitzplatz mit der entsprechenden Nummer mitgeteilt. Eine Auswahl ist hier (im Moment) noch nicht möglich. Die Platznummern stehen an den Gangsitzplätzen für den Fenster- und den Gangplatz. Das Prinzip schien jeder verstanden zu haben, denn es gab keinerlei Diskussionsbedarf betreffen der Sitzplätze unter den Gästen.
Auf seinem Platz angekommen hat man ausreichend Beinfreiheit zum Vordermann. Wer seine Füße anders Positionieren möchte, kann dies auf den hochklappbaren Fußstützen tun. Kleine Snacks oder Utensilien kann man auf dem, vom Vordersitz klappbaren, Tischchen ablegen; im darunter liegenden Netz findet man die Bordkarte mit Informationen zum Bus, Snack, Getränken; einen Spuckbeutel; sowie eine Postkarte auf der man sein Feedback mitteilen kann.

ADACPostbus SitzbankDie Sitze lassen sich nach hinten neigen und die Sitzfläche des Gangsitzes lässt sich seitlich in den Gang schieben, somit hat man zum Nachbarn etwas mehr Platz. Zwischen den Sitzen befindet sich noch eine klappbare Armlehne, diese gibt es ebenfalls zum Gang hin. Hat man einen Fensterplatz, kann man seinen Arm auch am „Fensterbrett“ ablegen.
Die Fensterscheiben sind ausreichend getönt, dass selbst bei direkter Sonneneinstrahlung man nicht sehr stark geblendet wird. Ansonsten stehen auch noch Gardinen zu Verfügung. Oberhalb der Fenster befinden sich auch noch einige Haken um z.B. seine Jacke aufzuhängen.
Über dem Sitzplatz befindet sich ein Panel zur persönlichen Lüftungsregulierung und für das Leselicht. Des Weiteren befindet sich die Ablage für das Handgepäck, welches über Klappen verschlossen ist, so dass nichts hin abfallen kann.
Der Fußboden im Sitzbereich war in edler Nußbaum-Optik gehalten. Man schnallt sich mit einem 3-Punkt-Gurt an.

Während der Fahrt / Komfort / Annehmlichkeiten:

Wie ich zuvor schon erwähnt habe, wird an Bord ein kostenloses MediaCenter angeboten, welches über eine App nutzbar über Smartphone, Tablet und Laptop ist. Dort kann man u.a. Filme schauen, Musik und Hörbücher hören, Zeitschriften Lesen. Das ganz große Plus ist natürlich das kostenfreie WLAN im Bus, für Onliner und Blogger ist dies sicherlich ein KO-Kriterium. Mehr dazu jedoch noch in einem separaten Blogpost.
Für den kleinen Hunger und Durst werden an Bord verschieden Snacks und Getränke bereitgehalten. Vorne beim Fahrer erhält man Kaltgetränke wie Cola, Sprite, Apfelschorle und Mineralwasser, 0,5 Liter für jeweils 1,50 bzw. 1,00 Euro. Salziges und Süßes wie z.B. Chips, Gummibärchen, Erdnüsse für 1,00 Euro. Auch Alkoholische Getränke werden angeboten. Heiße Getränke wie z.B. Kaffee und Kakao bekommt man im hinteren Teil des Busses aus einem Automat für 1,00 Euro.
Die Bordtoilette befindet sich ganz hinten im Bus und ist, anders als die meisten üblichen Reisebustoiletten, bequem zu benutzen. Man kann sich dort aufrecht hinstellen und hat mindestens bis 1,90 m Höhe Platz.

ADACPostbus WC Waschtisch

Waschtisch im WC

Ankunft am Ziel:

Kurz vor Erreichen der Ankunft meldet sich der Fahrer. Bei einem evtl. längeren Stopp werden die Kunden informiert, so dass auch die Raucher ihre Sucht befriedigen können. Die Gäste die Ihr Ziel erreicht haben, steigen aus dem Bus aus und geben an der Gepäckklappe dem Fahrer den vorher entgegengenommenen Gepäckabschnitt und erhalten dadurch Ihren Koffer zurück.

ADACPostbus Cockpit

Arbeitsplatz des Busfahrers

 Mein Fazit:

Das Produkt hat mir sehr gut gefallen, die Qualität stimmt und ich habe mich sicher gefühlt während der Fahrt. Wenn ich heute eine Busfahrt für morgen buchen würde, liegt der Preis bei 9,00 Euro pro Strecke, das ist 50% günstiger als der Normalpreis der Bahn, die Fahrtdauer liegt bei dem Bus jedoch mit gut 95 Minuten fast doppelt so hoch wie bei der Bahn mit 50 Minuten im IC. Der große Vorteil ist natürlich das kostenfreie WLAN im Bus, das sehr gut funktionierte. Auf der Kurzstrecke finde ich das Bus-Produkt für mich persönlich eine gute Alternative. Wenn ich jedoch überlege, wie ich nach Berlin fahre, würde ich die Bahn aufgrund der Zeit bevorzugen. Sucht jemand jedoch eine preisgünstige Fahrgelegenheit und hat Zeit, würde ich eine Fahrt mit dem ADAC Postbus empfehlen.

 

Hinweis:
Aufgrund einer Bewerbung bei hallimash wurde ich von ADAC Postbus zu einer Freifahrt zu einem Ziel nach Wahl mit Hin- und Rückfahrt eingeladen. Der von mir hier verfasste Blogpost spiegelt meine eigene Meinung wieder; handelt sich um einen gesponserten Beitrag.

 

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Ein Gedanke zu “ADAC Postbus Busreisen – eine gesponserte Testfahrt

  1. Der ADAC-Postbus oder wie er nach dem Ausstieg vom ADAC nur noch Postbus heisst, ist für mich der einzige Reisebus, mit dem ich persönlich auch fahren würde. Leider hat es sich bis heute noch nicht ergeben. Die Konkurrenz ist jedoch mit dem Flixbus auf jeden Fall gegeben.

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