Indoor-Spielplatz und die Eltern-Typen

Am Sonntag war hier in Ostwestfalen Regen, Regen und nochmals Regen angesagt! Also entschieden wir uns mit dem Mäuschen einen Indoor-Spielplatz zu besuchen. Dabei habe ich ab und zu mal andere Eltern beobachtet…

Das Wetter am vergangenen Wochenende war alles andere als frühlingshaft, ich würde es eher in die Kategorie herbstlich einstufen. Hier in Ostwestfalen wurde uns starker Niederschlag für das ganze Wochenende vorher gesagt. Somit entschieden wir uns, einen Indoor-Spielplatz zu besuchen.

Indoor-Spielplatz

Keine schlechte Erfindung so eine Spielhalle, zu meiner Kindheit gab es die (soweit ich weiß) noch nicht. Da das Mäuschen schon am Samstag im leichten Nieselregen sich auf dem Bielefelder Leinewebermarkt ausgetobt hatte, war am Sonntag etwas Trockenes angesagt. Also auf ins Funtasia. Im Spieleparadies angekommen, wurde erst einmal alles erkundet, nicht nur von der kleinen Dame, sondern auch von Papa und Mama. Während sich das Mäuschen mit Mama im Bällehaus austobte setzte ich mich auf eine Bank und beobachtete die Eltern. Dabei fielen mir folgende Typen auf:

  1. Ich-hab-kein-Bock-Eltern:

    Vater oder Mutter sitzen gelangweilt und mit entsprechender Miene auf einer Bank und ersehnen sich den Zeitpunkt herbei, wann das Kind endlich genug hat und nach Hause will. Ist der Nullpunkt noch nicht erreicht, lassen sie sich auch genötigter Weise noch an den Armen zu einem Spielgerät ziehen, um den Nachwuchs etwas Aufmerksamkeit zu schenken.

  2. Über-Eltern und Bodyguard-Eltern:

    Hier spielen Mama oder Papa mit dem/n Kind/ern gemeinsam, aber müssen sie vor jedem angeblichen Unrecht oder bevorstehendem Unfall beschützen. Gerne werden dabei andere konkurrierende Kinder einfach mal harsch beiseite gestoßen, damit der eigene Sprössling keiner Gefahr ausgesetzt ist. Auch lautstarke Kommandos werden ausgestoßen, so zum Beispiel an der Rutsche, doch endlich mal Platz zu machen.

  3. Passen-Sie-doch-auch-mal-auf-Eltern:

    Diese Eltern erwarten von anderen umsteheden Eltern, dass sie sich gefälligst um alle Kinder kümmern. Also nicht nur die Eigenen sollen beaufsichtigt und erzogen werden, sondern auch Fremde. Dabei ist es ja wohl selbstverständlich, dass man sich raufende und ärgernde Kinder auseinander bringt und maßregelt. Wie kann man nur Kinder sich raufen lassen!

  4. Mein-Kind-macht-das-schon-Eltern:

    Sie sitzen entspannt auf einer Bank oder am Tisch und lesen ein Buch oder eine Zeitschrift. Ab und zu wird mal geschaut ob alles gut ist und auf Verlangen spielen Sie auch mal mit.

  5. Komm-lass-uns-spielen-Eltern:

    Meistens handelt es sich um einen ‚Komm-lass-uns-spielen-Vater‘. Hier wird der Alltag vergessen und man(n) ist nur für das Kind da. Gut gelaunt trollen sie mit ihrem Nachwuchs umher, testen alles aus und spielen bis zur Erschöpfung. Endlich kann Papa auch mal wieder das Kind in sich raus lassen. Diese Eltern verstehen sich ohne Worte untereinander und starten auch gerne Familien-Wettkämpfe, wo es nur Gewinner gibt.

Ich persönlich sehen mich ja in einer Kombination aus 4. und 5, leicht mehr zum gut gelaunten ‚Komm-lass-uns-spielen-Vater‘.
Wo seht ihr euch und kennt ihr noch andere Typen? Ich freue mich auf eure Kommentare.

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Ein Gedanke zu “Indoor-Spielplatz und die Eltern-Typen

  1. Guter Beitrag. Da ich ja am Wochenende auch Erfahrungen in einem Indoor-Spielplatz machen konnte, kann ich Deine Eltern-Kategorisierung bestätigen. Ich selbst seh mich auch zwischen 4 und 5, mit Tendenz zu 5. Da meine Maus noch 19 Monate jung ist, schlägt aber auch manchmal noch der Typ 2 durch. Aber, je älter sie wird, desto weniger. ☺

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