Reisebericht: 21 Stunden Palma de Mallorca

Letzte Woche war es mal wieder soweit. Im Rahmen einer kleinen Inforeise ging es für 21 Stunden nach Mallorca, genauer gesagt in die Inselhauptstadt Palma de Mallorca.

Es ging von Paderborn Lippstadt aus los. Pünktlich kam der Flieger aus Mallorca, der mich anschließend wieder auf die Baleareninsel bringen sollte. Die Maschine mit der Kennung D-ABBJ ist schon eine alte ‚Bekannte‘; 2006 flog ich mit Ihr einen Rundflug über Düsseldorf und das Rheinland und im Sommer 2012 brachte Sie unsere Familie von Mallorca nach Dortmund.

Was schon der Anblick auf die wartenden Gäste am Gate vermuten ließ, der Flug war nicht komplett ausgelastet.

Lediglich 40 von möglichen 186 Plätzen waren besetzt; also eine Auslastung von nur 21,5%. Somit hatte ich dann auch die Sitzereihe 2 A-C komplett für mich alleine.
Pünktlich begannen die Startvorbereitungen und schon ging es Richtung Süden.

Vorbei an Frankfurt, Basel und Marseille ging es Richtung Mallorca. Lediglich über Frankreich war es etwas ‚holprig‘ ansonsten verlief der Flug ruhig und etwas langweilig.

Da ich nur mit Handgepäck reiste, konnte ich die Warterei am Gepäckkarousell umgehen. Also ging ich gleich zum Schalter um nach meinem Transferbus zu fragen. Nach etwas Warterei auf die weiteren Gäste, ging es dann auch los und knapp zehn Minuten später erreichte ich mein gebuchtes Hotel. Dort angekommen checkte ich schnell ein um meinen Rucksack auf dem Zimmer zu lassen und anschließend noch einen kleinen Spaziergang an der Strandpromenade zu unternehmen.
Gegen 21.00 Uhr erreichte ich die Flaniermeile und war doch etwas irritiert. Dass sich am Strand selbst nicht mehr abspielen würde hatte ich ja erwartet; dass jedoch in der Strandstraße ebenfalls nichts mehr los war, überraschte mich total:

Eigentlich war mein Plan, sich gemütlich in ein Bistro zu setzten und einen kleinen Abendimbiss zu genießen, aber es waren nur noch sehr vereinzelt Kneipen in den Nebenstraßen geöffnet, in denen Gäste auf große grüne Wände starrten an dem ein kleiner weisser schwarz-gepunkteter Ball von rechts nach links und andersrum gekickt wurde. Auf Fußball hatte ich überhaupt keine Lust. Selbst ein kleiner Imbiss war im gebuchten 4**** Hotel am Abend nicht mehr zu bekommen. Zum Glück kann man sich jedoch in der Not auf eine Amerikanische Burger-Brat-Kette verlassen!
Das Entertainment-Programm im Hotel, eine Zwei-Mann-Band, riß‘ mich jetzt auch nicht vom Hocker, so dass ich mich im Zimmer hinlegte und mich vom empfangbaren deutschen TV-Programm berieseln ließ.

Am nächsten Morgen stand ich zeitig um 07.00 Uhr auf. Fertig machen – Frühstücken – Hotel bei Tageslicht erkunden – auschecken & weiterziehen. Hier noch ein Blick von meinem Balkon:

Mein Weg führte mich abermals an die Strandpromenade um mir die Gegend nun mal bei Tageslicht anzuschauen. Viel war immer noch nicht los, trotz, dass es schon 10.00 Uhr war:

Einige Spaziergänger waren am Strand unterwegs und kämpften teilweise gegen den starken Wind.

An der Promenade der Platja de Palma befinden sich in einigen Metern Abstand die Strandlokale, durchnummeriert von No. 1 bis No. 15. Dem geneigten Partygänger dürfte durchaus der Balneario 6 auch besser bekannt als ‚Ballermann 6‘ bekannt sein. Aber selbst an diesem Lokal war an dem vorherigen Abend nicht wirklich etwas los.

Von einem meiner besichtigten Hotels hatte man dann auch einen wunderbaren Panoramablick über das Hinterland mit seinen Hotelbauten:

Über der Inselhaupstadt in der Ferne schien es doch etwas zu Regnen, so dass sich dieser schöne Blick ergab:

Da der Regen auch hier am Strand zunahm, zog ich es vor, die Bushaltestelle aufzusuchen um nach Palma zu fahren. Lediglich 1,50 Euro kostet hier die Fahrt; recht günstig. In der Stadt angekommen, wurde erst einmal die Hauptsehenswürdigkeit aufgenommen; schließlich musste man auch die Wolkenlücken ausnutzen.

Palau de l’Almudaina (links) · Kathedrale der Heiligen Maria „La Seu“ (rechts)

Aufgrund einer weiteren Hotelbesichtigung bummelte ich am Yachthafen entlang und stieß auf diese Statue. Es handelt sich um den großen mallorquinischen Philosophen Ramon Llull, der im 13. Jahrhundert lebte:

Und damit der Besucher auch klipp und klar weiß in welcher Stadt er sich befindet, hier noch ein kleiner dezenter Hinweis:

Weiter ging es entlang der Avingudade Gabriel Roca entlang am Hafen. Dabei fiel mein Blick auch auf das folgende Gebäude, das ‚Consolat de la Mar‘. Erbaut im Jahre 1669 als Büro für die Überwachung der Schifffahrt ist es heute Sitz der balearischen Regierung.

Consolat de la Mar

Auch alte ehemalige Windmühlen gehören zu den Sehenswürdigkeiten Mallorcas:

Weiter ging es direkt am Yachthafen entlang, hier lagen noch unzählige Boote im Wasser:

Neben Ausflugbooten…

… auch mehr oder weniger große Yachten.

Nachdem ich mir ein weiteres Hotel angeschaut hatte ging es mit dem Bus abermals für nur 1,50 Euro in die Stadt zum ‚Passeig Mallorca‘. Von dort aus ging ich zum ‚Monumento a los Heroes del crucero Baleares‘. Dieses Denkmal wurde 1948 errichtet, im Gedenken an die Opfer des Untergangs des Kreuzers Baleares während des Spanischen Bürgerkrieges (1936-1939). Heute zeugt es von dem demokratischen Willen der Staats, die Schrecken der Kriege und Diktaturen niemals in Vergessenheit geraten zu lassen. (Kopie aus der Inschrift des Denkmals)

Monumento a los Heroes del crucero Baleares

Woran erkennt man, dass ein Vielreisender Papa geworden ist? – Richtig, auch Spielplätze können Objekte sein, die fotografisch festgehalten werden.

Weiter ging es zu Fuß in das Stadtzentrum. Dabei überquerte ich auch wieder den Kanal von Palma. Im Sommer während unseres Familienurlaubs war er leer und ausgetrocknet, doch jetzt im Herbst führte er einiges an Wasser Richtung Hafen.

Ein Kunstwerk vor dem Museum für moderne Kunst. Nicht nur, dass die Mallorquiner hier auf der Insel wohl einiges auf den Kopf stellen…

… anscheinend gibt es hier auch ein ‚großes‘ Problem mit Vögeln bzw. Tauben.

In einem Kaufhaus der Kette ‚El Corte Ingles‘ legte ich eine kleine Mittagspause zur Stärkung ein. Dabei kann ich das Restaurant/Cafe in der fünften Etage empfehlen mit einmaligen Ausblick über Palma:

Nach diesem kurzen Stopp ging es weiter in die Innenstadt. Auch hier fahren die typischen Sightseeingbusse herum. Jeder Weltenbummler dürfte speziell diese roten Busse kennen:

Dann fiel mir mal ein anderes Eis-Geschäft auf. Eis in der Waffeltüte ist doch langweilig. Eis am Stiel ist in! Leider ist loses Eis (also kein abgepacktes) recht teuer auf der Insel. So sollte eine Kugel zwischen 1,80 und 2,50 Euro kosten.

Sant Nicolau, Plaza del Mercat

Auch auf der Baleareninsel wird Halloween gefeiert und dementsprechend überall geschmückt und passende Ware angeboten:

Façana del Teatre Principal

Manchmal muss man in einer Stadt auch einfach an den Hausfassaden nach oben gucken.

Can Fortesa-Rey

Auf dem ‚Palza Major‘ hatte ich im Dezember 2010 den Mallorquinischen Weihnachtsmarkt erlebt, heute boten unter anderem Künstler und die flinken Handtaschenverkäufer ihre Waren an.

Als ich schon sozusagen den Rückweg zum Bus antrat fiel mir noch ein Bingo Theater auf.

Ich finde es immer wieder verwunderlich noch solche Schilder zu sehen; lediglich für die Bewohner der Britischen Inseln ist dies noch interessant:

Dann ging ich noch schnell in das größe Kaufhaus auf der Insel der Kette ‚El Corte Ingles‘. Von außen sieht es doch weniger ansprechend und uninteressant aus:

Zum Schluss ging es dann zum Plaza de Espana um meinen Bus zum Flughafen zu erwischen. Auch hier erlebte ich im Dezember 2010 den Weihnachtsmarkt, jetzt herrschte etwas Leere, lediglich einige Weihnachtsbeleuchtungen waren schon montiert:

Monumento a Jaime I el Conquistador

Bei der Aussicht auf die Temperatur fiel es mir schwer wieder meine Rückreise in das kalte Deutschland zu beginnen; erwarteten mich doch nur 7°C:

Nach der Fahrt mit dem Bus zum Flughafen für 2,00 Euro checkte ich erstmal wieder ein und erhielt überraschender Weise einen Fensterplatz auf 3F. Mit der Bordkarte in der Hand machte ich mich noch auf ins Parkhaus um etwas zu spotten. Dies viel jedoch äusserst mau aus, gab es doch fast keine Flugbewegungen:

Also begab ich mich zum Sicherheitsbereich um mein Gate zu suchen. Jeder der schon einmal auf Mallorca war, weiss das man dort am Flughafen reichlich Zeit einplanen sollte, denn der Flughafen ist groß!
Und wieder war ich überrascht; auf dem Flughafen und auch im Wartebereich war fast nix los. Lediglich vier Maschinen standen am Gate und warteten auf Ihre Gäste. Unter anderem auch mein Flieger.

Die D-AICC kam zuvor aus Leipzig und war im Gegesatz zu meinem Hinflug komplett ausgebucht. Viele Familien mit kleinen Babys/Kindern sowie Senioren waren an Bord.
Obwohl alle Gäste äusserst pünktlich im Flugzeug ankamen und Platz nahmen, konnten wir erst zu unserer geplanten Uhrzeit um 17:30 Uhr abfliegen. Wir starteten Richtung Süd-Westen und somit hatten die Passagiere auf der rechten Seite noch einen letzten Blick auf Palma:

Ein letzter Blick für mich Richtung untergehender Sonne und wir drehten ab Richtung Menorca…

Vorbei an Marseille, Zürich und Stuttgart ging es wieder nach Ostwestfalen, Paderborn Lippstadt:

Sehr interessant finde ich auch das Inflight-System von Condor, ähnlich wie auch bei TuiFly gibt es sehr detaillierte Informationen zu dem Flug und eine genauere Flugroutenbeschreibung:

Der Bordservice während des gut zweistündigen Fluges war vollkommen in Ordnung. Es gab eine ‚Essens-Runde‘ und eine ‚Getränke-Runde‘ sowie der Verkauf von Bordshop-Artikeln. Der Ausblick über Deutschland war grandios, da es eine klare wolkenlose Nacht bzw. Abend war.
Ein letzter Blick in die 14 Jahre alte Maschine. Das Interieur wurde mittlerweile modernisirt, die Sitze sind jedoch noch älteren Baujahres. Auffällig ist der leider recht enge Sitzabstand – Touristenflieger halt:

Zum Schluß durften sich die Gäste noch ein kleines Stück Schokolade nehmen und wurden von der Crew freundlichst verabschiedet.

Alles in allem war dies wieder mal ein schöner Kurztrip auf die angeblich beliebteste Insel der Deutschen, oder auch in das 17. Bundesland. Ich denke dieser Bericht hat mal einen anderen Einblick auf die Balearenhauptstadt gegeben und ich hoffe es hat euch gefallen.

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